Richtig suchen mit Google - 7 Tipps für bessere Suchergebnisse

Okay! Du hast es lange totgeschwiegen!

Aber jetzt muss es raus: Du steckst mit Google in einer Beziehungskrise.

Egal, was Du sagst.
Egal, wie Du es formulierst.

Die superschlaue Suchmaschine versteht Dich nicht.
Ständig gibt es Ärger!

Doch zum Glück bist Du nicht allein daran schuld!

Google "denkt" anders!

Anders als wir Menschen.

Wir besuchen zwar die gleiche Webseiten, doch verstehen wir die Inhalte nicht im gleichen Maße:

  • Ein Computer "liest" Texte.
  • Ein Mensch versteht sie.

Diesen Unterschied kann man nicht deutlich genug hervorheben.

Google ist, vereinfacht gesagt, ein sturer Bürokrat, der jedes Wort, jeden Absatz und jeden Paragraphen wörtlich nimmt.
Google "versteht" zwar die Bedeutung der einzelnen Wörter, jedoch nicht deren Sinn.
Google denkt literal! Also buchstabengetreu, buchstäblich, wortgetreu, wortwörtlich. Eben im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir Menschen dagegen benutzen Wörter um uns auszudrücken.
Wir wollen unsere Gedanken und Ideen anderen Menschen zugänglich und verständlich machen. Uns geht es nicht darum, jedes Wort auf die Goldwage zu legen.Wir wollen uns begreiflich machen.
Wir denken konzeptionell!

Und nun haben wir den Salat!

Wenn wir sagen "Heute regnet es Katzen und Hunde!", dann meinen wir das natürlich nicht wörtlich. Denn unsere Botschaft lautet eigentlich: "Es regnet sehr sehr stark".

Doch Google versteht uns einfach nicht!

Arrghh!!

Es kommt zu Missverständnissen!!

Und solange Google es nicht vermag, konzeptionell zu denken, müssen wir uns eben anders behelfen.

Wir denken jetzt wie Google!

Wie das gehen soll?
Nun ja ... wir werden zum Korinthenkacker und denken ab sofort wörtlich!

Soll heißen:
Wir fragen Google nicht mehr, was wir meinen, sondern was wir suchen!

Hää? Wie bitte?

Der Webexperte Henk van Ess veröffentlichte dazu in seinem Beitrag "So you think you can Google?" ein paar wundervolle Anregungen.

Lass uns direkt loslegen.

Nicht um die Ecke denken!

In unserem ersten Beispiel wollen wir wissen, was Angela Merkel von diesem ... ähmm ... Internet hält.

Vielleicht würdest Du zu diesem Zweck Deine Internetrecherche so beginnen:
"angela merkel" internet interview

Okay ... Die Suchergebnisse können sich sehen lassen. Nur fällt auf, dass wir hier viele Artikel finden, die sich auf Interviews beziehen, die Angela Merkel einmal im Internet gegeben hat.

Nur ist das ja gar nicht das, was wir wissen wollen!

Uns interessiert, welche Meinung sie zum Internet vertritt und nicht, wo sie ein Interview gegeben hat.

Unser Problem war: Wir haben um die Ecke gedacht!
Wir haben unterbewusst angenommen, dass Angela Merkel Ihre Meinung zum Internet in einem Interview geäußert haben könnte.

Wir dachten: Google suche bitte alle Interviews, bei denen Angela Merkel etwas über das Internet gesagt hat.

Problem erkannt?
Wir haben konzeptionell gedacht! Etwas was Google nicht kann!

Dagegen hilft nur: Birne ausschalten ... und nicht mehr so viel nachdenken.

Die Suchabfrage "angela merkel sagt" internet bringt uns dagegen auf die richtige Spur.

Nun haben wir, so wie Google, literal gedacht.
Und es hat super funktioniert!

In unseren Suchergebnissen finden wir viele hilfreiche Links, die uns erzählen, was Angela Merkel über das Internet gesagt hat.

Einen Laden um die Ecke finden!

Bei der Suchabfrage blumenladen bei mir um die ecke sollte Google vor Scham rot werden.

Hier stimmt gar keine Linkvorschlag mit meinen Erwartungen überein. Eigentlich hatte ich hier eine schöne Liste mit Blumenläden aus meiner Gegend erwartet.

Doch Google versteht einfach gar nichts!
Weder was um die Ecke heißt!
Noch wo das sein soll!

Wir haben wieder, im Gegensatz zu Google, konzeptionell gedacht!

Hilfreicher wäre hier die Suche blumenladen friedrichshain gewesen!

Allerdings erwarten wir auch in diesem Beispiel, dass Google denken kann.
Schließlich werden hier nur alle Blumenläden-Webseiten aufgelistet, die das Wort "Friedrichshain" tatsächlich verwendet haben.
Ein Blumenladen, der dagegen nur seine Adresse (Straße und PLZ) angegeben hat, ohne das Wort "Friedrichshain" zu benutzen, taucht auf den Ergebnisseiten leider nicht auf!

Die Suchabfrage blumenladen "10245..10247" löst das Problem nun endlich!

Jetzt finden wir alle Blumenläden, die eine Postleitzahl zwischen 10245 und 10247 angegeben haben.

Genauso, wie wir es erwartet haben!

Dieser Trick funktioniert natürlich vielseitig. So finde ich beispielsweise auch alle Tankstellen in meiner Nähe: tankstelle "10245..10247"

Aktuelle Angebote finden

Du ahnst es!

Die Suche nach angebot letzte woche wäschetrockner ist nicht besonders hilfreich.

Es kommt mir so vor, als hätte Google die Suchabfrage "letzte Woche" verschluckt.
Kein Link hilft mir weiter!

Suche ich dagegen literal, also im engen Wortsinne, so bin ich erfolgreicher: angebot "1..7 januar 2016" wäschetrockner

Und ach so!
Da ich auch gerade einen besonders schmalen Wäschetrockner suche, mache ich mir unser Wissen doppelt zu nutze:
Die Suche nach wäschetrockner schmal leistet mir längst nicht so qualitative Suchergebnisse, wie die Frage nach wäschetrockner "40..50 cm breit.

Baaam! So macht suchen Spaß!

Wirklich günstige Angebote finden

Jetzt kann ich mich kaum mehr halten!
Fast jede Suche ein Treffer!

Nachdem ich mir alle Messetermin für die erste Februar-Woche 2016 in Köln herausgesucht habe: messetermin köln "1..7 februar 2016", brauche ich noch einen günstigen Flug!

Auch hier ist die Suche nach günstiger flug berlin köln wenig erfolgreich.

Woher soll Google auch wissen, was wirklich günstig ist?
Vielleicht das, was der Verkäufer so nennt? (literale Denkweise)

Viel hilfreicher ist dagegen die wörtliche Suchabfrage flug berlin köln "10..60 euro"

Das hat sich gelohnt! So habe ich direkt ein paar Taler gespart.
Yeaaahhh!

In die Zukunft schauen

Zugegeben! Eigentlich kann das weder Mensch noch Maschine.

Doch wer sich beispielsweise fragt, wann der BER-Flughafen (Berlin) nun endlich seine Pforten öffnet, kann sein Glück auf zwei verschiedenen Wegen versuchen.

Dabei liefert die iterative Suche BER flughafen "2016..2020" weitaus bessere Ergebnisse, als die augenscheinlichere Variante BER flughafen zukunft.

Nicht fragen, sondern in Antworten denken

Natürlich ist es verlockend Google eine direkte Frage zu stellen.
Die Suche nach der Frage "Warum ist rauchen giftig?" ist natürlich sehr verlockend.

Allerdings vergessen wir wieder, dass Google "nur" eine Maschine ist.

Die superschlaue Suchmaschine sucht nicht etwa, wie wir zunächst vermuten, die passende Antwort auf unsere Frage, sondern lediglich alle Webseiten, die sich ebenfalls unsere Frage stellen.

Hilfreich ist das nur, wenn der Webseitenbetreiber so freundlich war, unsere Frage auch direkt zu beantworten.
Ausgehen können wir davon nicht!

Besser fahren wir wieder mit der wörtlichen Suche.
Wir suchen nicht die Frage selbst, sondern recherchieren lieber die Antwort.

Die Suchabfrage rauchen ist giftig weil führt uns dabei zur direkten Antwort unserer Frage.

Das war doch unser eigentliches Anliegen, oder?

Und jetzt bist Du dran!

Auch wenn man sich am Anfang umgewöhnen muss, zahlt sich die wortwörtliche Websuche langfristig aus.
Egal, ob bei Google, Bing oder sonstwo.

Probiere die genannten Ideen selber aus und erzähle uns von Deinen Erfahrungen und Geschichten.

Ich freue mich darauf!